S2-28sm

Fragment 28

Fragment 28 - Herakles

Commander Bell stand mit seinem neuen 1. Offizier Nicole Jacobs an der letzten Fracht-rampe und schaute durch eines der Bullaugen auf die dahinterliegende Konstruktion.
„Es müssen zwingendermaßen Shuttles benutzt werden?“ Jacobs schien darüber nicht glücklich und Bell konnte sie verstehen. Zum normalen Frachtverkehr von Erde, Mars, Mond und der Union kamen etwa 25 Shuttles hinzu, welche in den Flugplan integriert werden mussten.
„Ja, zumindest solange, bis die Außenhülle komplett versiegelt ist und der Innenaus-bau beginnt.“ Als hätte er es beschworen, zeigte sich eines der Kleintransportschiffe hin-ter dem großen Backboardteil, das in einem Stahlgerippe hing und eher an ein Spinnennetz erinnerte, als an eine Schiffswerft. „Wir können froh sein, dass die Werft endlich fertig ist und die Arbeiter ihre Quartiere beziehen können.“
Jacobs nickte. Seit 10 Wochen war sie auf Babel und es war kein Tag vergangen, an dem nicht das Chaos herrschte. Jetzt waren aber die Spaceworker seit etwa einer Woche allesamt direkt auf der Werft untergebracht und die Lage normalisierte sich nach und nach. Die freigewordenen Quartiere wurden sofort in Lagerflächen umgewandelt, sodass die Versorgung wieder besser lief. Weiter konnte man auch die freigegebenen Flächen innerhalb der Werft effektiver nutzen.
„Ja, Sir.“ Eine Weile schauten beide zu, wie Schlepper versuchten, das große Steuerboardteil an die richtige Stelle zu bugsieren, damit diese in den nächsten Wochen verbunden werden konnten. „Aber ich befürchte, die WSA war mit ihrem Zeitplan zur Fertigstellung des Schiffes zu optimistisch.“
„Da gebe ich Ihnen recht, Lieutenant.“ Bell befürchtete das Schlimmste. Die WSA hatte zusammen mit der Union und der Marsregierung einen Zeitplan von nur 7 Jahren zum Bau der beiden Schiffe aufgestellt. Und wenn er sich diesen Plan jetzt anschaute, hingen die Arbeiter bereits mehr als 14 Monate davon hinterher. „Es fehlen Ingenieure, Arbeiter und gut ausgebildete Projektleiter. Major Celilc wird nächste Woche auf die Erde zurückkehren. Dass die WSA meint, der Kommandostab von Babel könnte sich nebenbei zusätzlich um den Schiffsbau kümmern ist hanebüchen.“ Jacobs nickte zustimmend.
„War nicht bereits jemand für die Position vorgesehen?“, fragte Jacobs und folgte dem Commander in Richtung der Shuttlebucht, um auf die Werft zu gelangen.

„Es gab schon mehrere Kandidaten. Aber immer war eine Partei dabei, welche diejenige oder denjenigen nicht akzeptiert hat. Seien Sie froh, Lieutenant, dass Sie sich nur innerhalb der Streitkräfte auf diese Position bewerben mussten.“ Sicherheitschef Germain hielt sich bereits in der Shuttlebucht auf, genauso wie 3 seiner Leute.
„Das war einfacher als Sie denken Chief. Die meisten Offiziere hatten enorme Beden-ken bei der Position. Und wenn es nur vor dem halben Kommandostab ist, der vom Mars stammt.“ Nicole Jacobs und Charles Germain benötigten im Regelfall etwa 30 Sekunden, um aneinanderzugeraten, doch heute schien es besonders schlimm zu werden.
„Ist etwas auf der Werft vorgefallen?“ Bell versuchte, das Thema zu wechseln, bevor sein 1. Offizier und sein Sicherheitschef richtig loslegten. Während es mittlerweile für die zivilen Forscher einen regelrechten Wettkampf um die freien Stellen auf Babel gab, hatte Bell größte Mühe seine Planstellen zu besetzen.
„Nur eine kleine Schlägerei unter einigen Spaceworkern. Aber der Vorarbeiter hat uns gebeten, mehr Präsenz zu zeigen.“, sagte er pflichtschuldig, eh er sich wieder Jacobs zuwandte. „Dann erzählen Sie mal Lieutenant, was hält man auf der Erde von Babel?“
„Das Shuttle ist da“ Bell störte abermals das Gespräch der beiden. Gleich würde er noch ein Gespräch mit Major Celilc führen müssen, nachdem sie sich beim Generalstab massiv über den Kommandostab und die Werftarbeiter beschwert hatte. Auch wenn der Major nur noch wenige Tage an Bord war, musste die Angelegenheit geklärt werden. Bei Eskalation der Situation könnten im schlimmsten Fall die Arbeiter in einen Streik treten.
Nicole Jacobs nickte und ging direkt zur Andocktür.
„Charles tu mir einen Gefallen und hör mit der Stichelei auf. Wenigstens bis wir wieder zurück sind.“, zischte der Commander Germain zu. Er nickte, versprach aber nichts. Bell ahnte nichts Gutes, doch schafften es die beiden zumindest während des kurzen Fluges keinen neuen Kleinkrieg auszulösen.
„Commander, es wird aber auch Zeit, dass Sie kommen. Ich warte bereits 10 Minuten auf Sie!“ Die eurasische Offizierin mittleren Alters fuhr ihn gleich zur Begrüßung an. „Und Sie...“ Sie schaute auf Germain und seine Sicherheitsleute „...Sorgen Sie endlich dafür, dass sich die Marsianer benehmen und nicht eine Schlägerei nach der nächsten provozieren.“ Ohne auf seine Antwort zu warten, wandte sich Celilc wieder an Bell. „Commander, sagen Sie, was Sie zu sagen haben. Meine Zeit ist kostbar!“
„Major, wenn ich nicht irre, kennen Sie Lieutenant-Commander Nicole Jacobs noch nicht.“ Bell ließ sich von dem Befehlston des Majors nicht aus der Ruhe bringen.
„Lieutenant-Commander“ Celilc gab dem 1. Offizier die Hand.
„Major, es freut mich Sie kennenzulernen.“ Bell bemerkte, dass Jacobs einen nicht definierbaren Ton angenommen hatte.
„Woher stammen Sie Jacobs, Amerikanisches Territorium? Ich schätze mittlerer Westen.“ Mit einem Mal ignorierte sie Bell und Germain.
„Ja, Madam. Ich stamme aus Detroit.“
„Endlich mal ein ordentlicher Offizier. Sie werden hier viel Arbeit haben, Lieutenant-Commander. Lassen Sie mich Ihnen die wichtigsten Dinge erklären.“
„Ich verstehe ich nicht Madam.“
„Sicher werden Sie, zumindest solange, bis mein Nachfolger die Werft erreicht, sich hier um alles kümmern.“ Der Major sah sie überzeugt an.
„Nein, Major. Commander Bell wird sich dieser Aufgabe widmen, während ich ihn auf Babel bei den meisten Aufgaben vertrete.“, klärte Jacobs sie auf. Jedenfalls hatte Bell mit ihr diesen Plan gestern ausgearbeitet.
„Wie schade. Ich hatte gehofft, dass Zucht und Ordnung bestehen bleiben, wenn ein Erdoffizier das Kommando auf der Werft weiterführt. Sie wissen ja, wie Marsianer sein können.“
„Nein, Major, dass weiß ich nicht.“ Jacobs war stehen geblieben und ihr Gesicht zeigte rote Stellen. „Und ich möchte Sie bitten, Major, zumindest noch solange sie auf der Werft sind, diese Art von Kommentaren für sich zu behalten.“
„Was erlauben Sie sich eigentlich, Lieutenant-Commander?“ Jetzt war es an dem Major eine rote Gesichtsfarbe anzunehmen.
„Ich erlaube mir, Ihnen einen wohlwollenden Rat zu geben, Madam. Sie sind zur Zeit der einzige Erdoffizier auf der gesamten Werft und auch auf Babel in der Minderheit, wenn man überhaupt davon sprechen sollte. Wir alle dienen in den vereinten Streitkräften.“
„Jacobs, ich habe gedacht, dass endlich jemand aufgewecktes auf den Posten gesetzt worden wäre, aber scheinbar hat man auch nur wieder auf die zweite Reihe zurückgegriffen.“ Mit diesen Worten ließ sie Jacobs stehen und wandte sich wieder Bell zu, der gemeinsam mit Germain alles gehört hatte.
„Los, Commander. Sie kennen meine Anmerkungen, kommen Sie mit. Sehen Sie sich die ersten Teile der Herakles an.“
Bell nickte und deutete seinem 1. Offizier an, bei Germain zu bleiben.
„Willkommen auf Babel, Jacobs. Gerade sind Sie zu einem von uns Ausgestoßenen geworden.“
„Halten Sie die Klappe Germain!“

S2-27sm

Fragment 27

Fragment 27 - Langeweile

Atras Hydarnes saß seit zwei Stunden in der Sitzung mit den Abgesandten der Erde und des Mars. Leider waren sie außer einer Vorstellung noch nicht sehr weit gekom-men. Statt sich über die Möglichkeiten eines Informationsaustausches über die unterschiedlichen Kulturen zu verständigen, diskutierte man zunächst, wer welche Aufgaben innerhalb dieser Kommission übernehmen sollte. Er musste sich zwingen, den Worten der Redner weiterhin zu folgen und bereute es in solchen Momenten, sich für die Mission Atlantis gemeldet zu haben. Die Erdenmenschen waren erschreckend langatmig, kamen oft nicht zur Kernaussage und waren für ihn ermüdend und lang-weilig.
‚Nein‘, rief er sich gedanklich zur Ordnung. Die drei Menschen, welche Taisod da-mals aus den Fängen der Konföderation gerettet und nach Atlantis begleitet hatte, wa-ren alles andere als langweilig. Jeder für sich war eine interessante Persönlichkeit. Neben Michael Barnetti war auch Leandra Thuis heute erschienen. Barnetti hatte sich in seiner neuen Rolle des leitenden Kommunikationsspezialisten für übergreifende Verständigung zwischen Erde und der Interstellaren Union im Namen der World Space Administration gut eingefunden.
Vor der Zusammenkunft hatte ihm Mike unter vier Augen erzählt, dass man fast 4 Wochen an seinem Berufstitel gearbeitet hatte.
„Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte auch so etwas einfaches wie Erd-Botschafter im Namen der WSA völlig gereicht. Aber das war manchen Leuten nicht eindrucksvoll genug.“ Atras hatte ihm zugestimmt, ein kürzerer Titel wäre sicher erstre-benswert gewesen. Aber so waren viele Erdenmenschen nun, wie er des Öftern fest-gestellt hatte. Sie ließen sich von Titeln beeindrucken, ohne genau zu wissen, was er überhaupt aussagte. Sein Blick ging an dem langen Tisch mit seinen 36 Stühlen ent-lang und blieb bei Leandra Thuis stehen.
Thuis hatte man zu dem Treffen gebeten, da sie ein ehemaliges Mitglied der Voyager-Crew war. Weiterhin fand das Treffen auf Babel statt und Thuis arbeitete dort seit knapp einem Jahr. Es lag nahe, sie dabei zu haben, zumal es eine gute Presse geben würde. Und wie Atras durch diverse Quellen hatte in Erfahrung bringen kön-nen, schien sie sich gut einzugliedern und erzielte einige Erfolge bei ihrer Arbeit. Nichtsdestotrotz schien sie sich hier unwohl zu fühlen.
Einzig Scott war nicht erschienen. Gerade mit ihr hatte Atras fest gerechnet. Sie hat-te nicht nur die nötige wissenschaftliche Expertise, sie konnte Dinge auf den Punkt bringen, wie eine Redewendung der Erde lautete.
Stattdessen hatte man Forscher aus der Anthropologie, Geschichte, Archäologie, Theologen und Geologen geschickt, die vermutliche nie die Grenze des Universitäts-campus überschritten hatten.
Mazan Taisod hatte ihn mit zwei weiteren Mitarbeitern des diplomatischen Corps da-zu gedrungen, da entsprechende Wissenschaftler der Union aufgrund eines neuen Kriegsherds es nicht rechtzeitig in den Erdsektor schaffen würden. Und der Mazan nicht wollte, dass dieser Umstand bekannt wurde. Die diplomatischen Beziehungen nahmen gerade wieder etwas mehr Geschwindigkeit auf, die Bauarbeiten an den Werften und den geplanten Schiffen gingen gut voran. Da wäre die Mitteilung über eine zu Ungunsten der Union verschobene Front alles andere als hilfreich.
„Meine Damen und Herren, ich schlage eine kleine Pause vor, bevor wir dann an die Details gehen“, hörte er den Commander der Babel-Station entfernt. Man hatte Bell gebeten, das erste Treffen zu leiten, bis man jemand innerhalb der Teilnehmer gefun-den hatte, der bereit war, diese Position zu übernehmen.
Als ein allgemeines zustimmendes Murmeln zu vernehmen war, unterbrach Com-mander Bell die Sitzung für 30 Minuten.
Der Botschafter der Union verließ als einer der letzten Gäste den Konferenzraum. Thuis und Barnetti standen bereits zusammen und unterhielten sich angeregt. Als Barnetti ihn entdeckte, winkte dieser Atras zu sich.
Lee ergriff das Wort: „Botschafter, wie schaffen Sie es, immer so aufmerksam auszu-sehen? Mike und ich sind beinahe eingeschlafen.“, lachte sie ihn an.
„Oh Miss Thuis, Sie sollten meinem Gesichtsausdruck nicht immer so viel Glauben schenken“ Seine Antwort war für ein Mitglied der Union ungewöhnlich humorvoll. At-ras hatte extra dazu ein ausführliches Studium aufgenommen um die Gepflogenhei-ten besser anwenden zu können. „Aber wenn Sie beide mir die Frage erlauben, hat es eine besondere Bewandnis, dass Major Scott bei dieser Zusammenkunft nicht anwe-send ist?“
Verdutzt sahen sich die beiden ehemaligen Crewmitglieder an, ehe Mike antwortete. „Ich fürchte, das können wir Ihnen nicht sagen, Botschafter. Seit unserer Verabschie-dung in Genf vor Jahren haben wir keinerlei Kontakt mehr mit Alia.“ Der WSA-Abgesandte klang ärgerlich, aber sein Gesichtsausdruck verriet nicht, ob es wirklich so wahr.
„Ich habe über ein paar Ecken gehört, dass sie jetzt in Luxor als Archäologin arbeitet. Sie will mit der ganzen Angelegenheit nichts mehr zu tun haben.“
„Ah, ja. Ich verstehe.“ Atras verstand es nicht. Er wusste um Scotts unbändiges Inte-resse über die Kulturen der Union, doch beließ er es dabei. Von Barnetti und Thuis würde er nicht mehr Informationen erhalten.
„Sagen Sie Botschafter, wie lange werden Sie noch hier bleiben? Immerhin sind Sie schon fast vier Jahre auf der Barrafranca. Machen Sie nie Urlaub?“ Leandra Thuis schaute ihn interessiert an.
„Sehen Sie, ich war in dieser Zeit bereits wieder auf meinem Heimatplaneten. Aber ich stehe immer mit meinen Leuten und selbstverständlich auch dem Mazan in Kon-takt, sodass meine Abwesenheit kaum auffällt. Im übrigen tun das die meisten der Crewmitglieder.“
„Meine Damen und Herren, wir möchten das Treffen fortsetzen, wenn Sie bitte wie-der im Konferenzraum Platz nehmen wollen“ Bell rief die Leute zusammen, die auch nach und nach in den Raum zurückkehrten.
„Gerne berichte ich Ihnen bei der nächsten Pause von der Heimreise, sollte Sie es interessieren.“ Damit ging auch der Botschafter wieder in den Sitzungsraum, um sich die nächsten Stunden zu langweilen.

S2-25sm

Fragment 25

Eine neue Stadt


Es war nicht gerade das, was Lee sich vor Jahren in der Feldforschung vorgestellt hatte, doch nach den vergangenen zwölf Monaten war dies genau das Richtige für sie. An diesem Ort.
Babel bot alle Möglichkeiten, die man sich nur wünschen konnte. Eine nahezu autarke Stadt im Weltall und dazu fast unbegrenzte finanzielle Möglichkeiten, da das Prestigeprojekt des Schiffbaus der interstellaren Union und allen Erdregierungen mit enormen Zuschüssen gefördert wurde. Sogar die Marsregierung hatte es sich nicht nehmen lassen, einen Teil der Kosten zu tragen. Zudem wurden die Bauarbeiten an der neuen Schiffswerft abgeschlossen, und dem Bau der ersten beiden Forschungsfregatten in den kommenden Monaten stand nichts mehr im Weg. Immer mehr Menschen kamen zum Arbeiten und Forschen nach Babel.
„Wenn ich noch etwas für Sie tun kann, Misses Thuis, lassen Sie es mich wissen.“ Der Mann lächelte Lee freundlich an, gerade waren sie mit ihrer Projektbesprechung fertig geworden.
„Bitte nennen Sie mich Lee, Dr. Summers.“ Dabei unterließ sie es aber, ihn darüber aufzuklären, dass sie nicht verheiratet war.
„Gerne, dann darf ich Sie aber auch bitten, mich Andrew zu nennen.“ Lee nickte und freute sich. Dr. Summers war der Leiter des großangelegten Forschungsprojekts zur Vermessung der kleinteiligen Weltraumtrümmerpopulation auf der Transitstrecke zwischen Erde und Mars.
Lee hatte das Projekt dank ihres entwickelten Lasermessverfahrens schon ein gutes Stück vorwärtsbringen können. Sollte es so weitergehen, würde die dabei genutzte Vektorpeilung in die Steuerungssoftware der Schiffe übernommen werden. Jedoch lag das noch in weiter Ferne. Die Bauzeit der Schiffe war auf acht Jahre kalkuliert worden und Lee glaubte, dass man dabei noch sehr optimistisch gewesen war. Sie hatte während ihrer Reise auf dem Unionsschiff gelegentlich einen Blick auf die verschiedenen technischen Errungenschaften erhaschen können. Auch wenn sie nicht so sprachbegabt wie Alia war, wusste sie, dass man nicht ohne weiteres Erd- und Unionstechnologie kombinieren würde können.
„Aber sicher, Andrew.“, sagte Lee. Es war für sie ein kleines Wunder, dass sie sich mit Summers alleine in einem Raum aufhalten konnte, ohne dass sie in Angstschweiß ausbrach. Dennoch presste sie ihre Aufzeichnungen mit verschränkten Armen vor ihren Oberkörper wie einen Schutzpanzer.
„Sie scheinen keinerlei Schwierigkeiten damit zu haben, im Weltall zu leben, Miss … ich meine Lee. Aber sicher sind Sie nach so vielen Jahren auf Ihrer Reise daran gewöhnt.“ Lee wusste den Versuch zu schätzen, dass er Small Talk mit ihr halten wollte. Sie war noch nicht lange auf Babel und hatte bisher nur wenig Kontakt mit ihren Kollegen. Andrew war ein sympathischer Mensch und durchaus attraktiv, wenn auch vielleicht mit fast zwei Metern Körpergröße etwas groß. Lee musste immer zu ihm hochschauen.
„Ja, auch wenn ich Ihnen gestehen muss, dass ich den Großteil nicht miterlebt habe. Die meiste Zeit habe ich mich in Stasis befunden.“
„Naja, jedenfalls solange, bis Sie ein feindliches Schiff lahmgelegt haben, wenn man der Presse glauben will. Ich muss Ihnen gestehen, dass ich Ihre Geschichte sehr aufmerksam verfolgt habe. Ein richtiges Abenteuer!“ Andrew schaute sie mit großen Augen an und wartete wohl darauf, dass sie begann von ihrem ‚Abenteuer‘ zu erzählen.
„Ja…es war…es war sehr aufregend.“ Es war die Hölle gewesen. Nichts würde Lee lieber tun, als diese Reise für immer zu vergessen. „Babel und meine neuen Aufgaben stehen dem aber in Überhaupt nichts nach. Ich meine, immerhin ist letzte Woche fast ein Labor in die Luft geflogen!“ Ihre Stimme war hoch geworden, wie früher, wenn sie etwas spannend oder interessant fand.
„Oh ja. Wenn Sie ein Problem mit Explosionen haben, sollten Sie sich besser von gewissen Kollegen fern halten. Mache haben wirklich ein Händchen dafür, die Sicherheitsvorkehrungen der Station auszutesten.“ Beide lachten über den kleinen Scherz und Lee war froh, dass Andrew den Wink mit dem Themenwechsel verstanden hatte.
„Ich möchte nicht in der Haut des Stationskommandanten stecken.“ Lee hatte den Commander und den Kommandostab bei ihrer Ankunft vor ein paar Wochen kennengelernt.
„Ich auch nicht“, wieder lachte ihr Projektleiter. „Wie steht es mit Ihnen Lee? Ich könnte eine Tasse Tee vertragen.“
Lee wurde schlagartig übel. Unvermittelt schossen ihr Erinnerungen in Ihre Gedanken, die sie lange Zeit erfolgreich verdrängt hatte. „Danke, aber ich trinke keinen Tee“ Sie presste die Unterlagen noch fester an ihren Körper.
„Ich bin mir sicher, dass es auch Kaffee gibt. Oder trinken Sie auch keinen Kaffee?“ Andrew musterte sie von oben bis unten, was Lee noch nervöser werden ließ. Unbewusst ging sie einen Schritt nach hinten, um den Abstand zwischen Ihnen zu vergrößern. Zwar fühlte sie sich einerseits von der Einladung geschmeichelt und ein Teil von Ihr wollte ihm unbedingt näher kommen, doch allein der Gedanke an Nähe und körperliche Anziehung verursachte ihr ein nahezu unbeschreibliches Unbehagen, dem sie sich in diesem Moment nicht entziehen konnte. Es machte sie wütend und traurig zugleich, denn sie wusste, dass dies im Grunde nichts mit dem Mann zu tun hatte, der ihr auf sehr freundliche Weise ein Date angeboten hatte.
„Doch…doch, sicher. Aber leider, habe ich jetzt keine Zeit mehr.“ Lee ging zielstrebig in Richtung Tür, achtete aber sehr genau darauf, Andrew nicht näher zu kommen. „Vielleicht in ein anderes Mal“
„Lee, bitte warten Sie. Ich wollte Ihnen nicht zu nahetreten.“ Er ging einen Schritt auf sie zu, was sie nun panisch werden ließ. „Geht es Ihnen gut?“
„Andrew, bitte bleiben Sie da stehen, wo Sie sind.“ Lee zwang sich, ruhiger zu atmen. „Ich danke Ihnen für die Einladung, aber wie ich bereits sagte, vielleicht ein anderes Mal“ Lee wartete seine Antwort nicht mehr ab und verließ schnellen Schrittes den Besprechungsraum. Kaum war sie um die nächste Ecke gebogen, blieb Lee stehen und starrte auf ihre zitternden Hände. Und zum ersten Mal stieg neben der Angst auch Hass auf den Mann auf, der dafür verantwortlich war und dessen Gesicht sie wohl nie wieder vergessen würde. Kardas.

S2-24sm

Fragment 24

Wadi el-Muluk

„Ich halte Ihre geplante Vorgehensweise für prekär, Doktor Scott.“
„Was stört Sie denn daran?“ Alia saß in ihrem Büro der Neu-Ägyptischen Antikenverwaltung und starrte auf den Holoprojektor.
„Um es offen zu sagen, alles.“ Die Frau am anderen Ende der Leistung richtete sich etwas auf, um ihrer Aussage mehr Wertigkeit zu verleihen.
„Sehen Sie, Doktor, Ihre Mutter war eine weltweit geschätzte und angesehene Politikerin. Sie selbst gelten ebenfalls als Pionierin der Wissenschaft, der Großteil des Landes schätzt Sie für Ihre Leistungen in Bezug auf die Voyager-Mission. Jetzt einen Prozess anzustreben, würde Sie in Misskredit bringen. Zumal Sie Ihren neuen Posten als Leiterin der Antikenverwaltung erst vor wenigen Wochen aufgenommen haben, verschärft dies die gesamte Angelegenheit noch mehr.“
„Ich verstehe“ Alia war klar, dass die Anwältin und Testamentsverwalterin Ihrer Mutter die Situation aus juristischer Sicht näherbringen wollte. Neutral betrachtet, hatte die Frau recht. Aber sie sah sich gerade nicht in der Lage, die Angelegenheit neutral zu betrachten. „Nichtsdestotrotz frage ich Sie erneut, wie die Chancen stehen, wenn ich gegen die Verfügung vorgehe.“
Die Anwältin atmete einmal tief ein und aus. „Ich fürchte, außer einem Medienrummel der einen negativen Verlauf für Sie nehmen wird, nicht viel.“ Sie schaute sich Unterlagen auf einem weiteren Monitor an. „Die einstweilige Verfügung Ihres Vaters ist klar und nicht interpretierbar. Selbst wenn Sie einen Eil-Antrag stellen, werden wir eine gerichtliche Entscheidung viel zu spät bekommen.“ Sie blickte ihre Mandantin an. „Außer hohen Kosten und der negativen Publicity werden Sie nichts erreichen, Doktor Scott.“
Alia nickte stumm. Die Anwältin hatte recht. Egal wie viele Eil-Klagen sie einreichen würde, es wäre nicht schnell genug, um an der Beerdigung ihrer Mutter teilzunehmen.
Vor zehn Tagen war sie ins Krankenhaus gekommen, nachdem sie bei einer Ausschusssitzung zusammengebrochen war. Vor 8 Tagen hatte man Alia über den kritischen Zustand ihrer Mutter informiert. Drei Schlaganfälle waren innerhalb weniger Stunden festgestellt worden und seitdem lang sie im Koma. Und auch wenn man alle Spezialisten zu Rate gezogen hatte, die verfügbar waren, konnten sie nichts mehr machen. Alia war ins Krankenhaus gefahren, doch man hatte sie nicht zu ihrer Mutter gelassen, auf Anweisung ihres Vaters. Vor 3 Tagen erhielt sie die Mitteilung über die Anwaltskanzlei ihrer Mutter, dass die lebenserhaltenden Maßnahmen eingestellt wurden und Misses Scott verstorben war.
Heute war Alia eine gerichtliche Verfügung zugestellt worden, welche ihr verbot, ihr Elternhaus und das Familiengrundstück zu betreten, um die Trauerfeier zu besuchen.
„Sollten Sie dennoch darauf bestehen, werde ich selbstverständlich Klage einreichen und Sie entsprechend den testamentarischen Wünschen Ihrer Mutter folgend vertreten. Aber ich weise nochmals darauf hin, dass ich es für aussichtslos halte.“
Wieder nickte Alia. Die Frau hatte recht und Alia trug nicht nur für sich alleine die Verantwortung, sie musste an ihre Kinder denken. Und ganz sicher wollte sie nicht für eine aussichtslose Sache in den Schlagzeilen windiger Klatschblätter landen und dabei ihre Arbeitsstelle riskieren.
„Nein, in Anbetracht der Erfolgsaussichten werde ich von einer gerichtlichen Auseinandersetzung Abstand nehmen.“, erklärte sie. Doch die Verachtung für ihren Vater, der ihr das antat, stieg ins Maßlose.
„In Ordnung. Haben Sie noch Fragen zu den testamentarischen Verfügungen Ihrer Mutter?“
„Die Treuhandfonts ...“ Begann Alia, doch die Anwältin unterbrach sie freundlich.
„Die Fonts sind auf die Enkelkinder, Rhia und Ben, als auch auf Sie ausgestellt, Doktor. Sie können auf den für Sie bestimmten Font jederzeit zugreifen. Bei Antastung der Fonts Ihrer Kinder muss ich zustimmen, bis die Kinder 25 Jahre alt sind, danach können sie ebenfalls frei darüber verfügen.
„Das ist mir klar, aber ich zweifle an der Höhe der Fonts.“ Ihre arrogante Stimme war nicht zu überhören.
„Die Höhe ist korrekt berechnet. Wie festgelegt, hat die Erblasserin Ihnen die gesamten Barvermögen vermacht und Ihr Vater wurde mit den Immobilien bedacht. Haben Sie sonst noch Fragen?“
„Zur Zeit nicht. Bei Bedarf werde ich Sie kontaktieren“ Alia brauchte eine Pause. Ihre Mutter hatte ihr und den Kindern zusammen mehr als 25 Millionen Credits vermacht, eine unvorstellbar hohe Summe, selbst für ihre gehobenen Verhältnisse.
„Gerne Doktor Scott“ Auf Alias Holoprojektor erlosch das Bild. Sie starrte noch eine Weile an die Stelle, bevor das Klingeln ihres ComPorts sie aus den Gedanken riss.
„Doktor Scott, die Gleiter sind soweit. Wir können die Ausgrabungsstellen in Augenschein nehmen“ Es war ihre Assistentin, Mirelah. „Aber bitte bedenken Sie, dass wir zur Zeit Hochsommer haben und jetzt niemand arbeitet.“
„Das ist mir bewusst.“ Alia beendete das Gespräch ohne einen Abschied, suchte ihre Sachen zusammen, die sie benötigte, um die entsprechenden Begutachtungen aufzunehmen. Sie musste ihre Konzentration auf die neuen Aufgaben lenken. Mit nicht einmal vierzig Jahren bekleidete sie eines der höchsten Zivilämter, welches das Land zu vergeben hatte. Und dabei war es Alia egal, ob man ihr die Position nur angeboten hatte, um sie mundtot zu machen, sie zu ehren, oder was die Presse sonst meinte, darin hineingeheimnissen zu müssen. Sie konnte nach so vielen Jahren endlich ihrer Berufung nachgehen. Und seit 2 Tagen war die letzte Bindung an ihr altes Leben nicht mehr da. Und sie war nicht traurig, viel mehr befreit von einer nicht zu beschreibenden Last.
Mike hatte letztes Jahr die eigentlich für sie bestimmte Position bei der WSA übernommen und schien es nicht schlecht zu machen, auch wenn sie mit ihm, seit Genf keinen Kontakt mehr hatte. Ab und an laß sie etwas in der Zeitung über den „Weltraum-Abenteurer“. Es hatte sie beruhigt, dass die WSA die Aufgabe an ihn gab. Er hatte dafür das ruhige Wesen, das charmante Auftreten und das fachlich fundierte Wissen. Während sie noch über Mike nachdachte, war sie den Weg aus dem Büro-Komplex zu den Gleitern gegangen.
„Welche Ausgrabung möchten Sie zuerst sehen, Doktor?“ Ihre Assistentin schien nicht so gut vorbereitet, wie Alia es gerne gehabt hätte.
„Beginnen wir klassisch mit Wadi el-Muluk. Dann sehe ich weiter.“ Ein Lächeln zeigte sich auf ihrem Gesicht. Mehr als 18 Jahre nach ihrem letzten Besuch würde sie bald wieder durch die Grabanlagen laufen können.
„Also gut, dann ins Tal der Könige“

S2-22sm

Fragement 22

Ein neuer Posten

„Meinen Glückwunsch, Doktor Barnetti. Ab sofort sind Sie der Verbindungsmann zwischen der World Space Administration und der Union freier Planeten. Auf dass Ihr neuer Posten Sie in die unergründlichen Tiefen der Diplomatie einführt und sie jedes Riff galant umschiffen lässt.“ Juan Hofer hob sein Champagnerglas und alle Anwesenden folgten seinem Beispiel. Dass er mit seinem Doktortitel angesprochen wurde, empfand er etwas unangenehm, da er in der Regel keinen Wert auf die explizite Nennung des Titels legte, dennoch war Mike gerührt. Erst vor wenigen Tagen wurde er von Hofer gefragt, ob er sich dazu bereit erklären würde, die offene Position zu besetzen. Zuerst hatte sich Mike etwas zurückhaltend geäußert. Er wollte nicht konkret werden, ehe er sich sicher war. Immerhin schien es ihm, als hätte der Posten an Alia gehen sollen. Doch Hofer versicherte ihm, dass er, Mike, die erste Wahl der Union gewesen war.
Und nun stand er hier. Im Hauptquartier der WSA in Genf und wurde von Hofer, Taisod, den Regierungsvertretern der Erde und auch dem Marsverwalter gefeiert, als hätte er etwas Großartiges geleistet. Dabei brauchte er dafür nichts anderes machen, als die Ernennung anzunehmen.
„Vielen Dank, Herr Vorsitzender“, antwortete er pflichtschuldig. Er wünschte, Alia wäre hier gewesen. „Und meinen Dank auch an alle Anderen, die mir hiermit das Vertrauen ausgesprochen haben. Ich hoffe, mich auf dieser Position als würdig erweisen zu können und dazu beizutragen, dass die Kommunikation zwischen uns allen stets zu einem positiven Ergebnis führen wird.“ Auch er hob sein Glas und fragte sich wiederholt, warum Alia nicht diesen Posten bekommen hatte. Gerne hätte er mit ihr darüber gesprochen.
„Auf Ihr Wohl!“ hörte er von allen Seiten und stieß lächelnd nach und nach mit allen Anwesenden an.
Er leerte sein Glas und stellte es auf der Anrichte neben ihm ab. Der offizielle Teil war damit erledigt. Die Gäste verloren sich in allerlei Gesprächen, nachdem sie Mike die Hand schüttelten und sich dann diskutierend dem Buffet widmeten.
Eine Hand landete auf seiner Schulter, so dass er sich nach hinten umsah. Da stand Juan Hofer, der Vorsitzende der WSA und lächelte ihn gewinnbringend an.
„Nun gehen Sie den nächsten Schritt auf Ihrer Karriereleiter, Mike.“
Er lächelte verlegen. „Ja, wer hätte das noch vor ein paar Jahren gedacht?“ Er drehte sich nun vollends zu Hofer um. „Hätten Sie vor sieben Jahren geahnt, wie sich einmal alles verändern würde?“
„Ganz sicher nicht, Mike. Aber seien Sie versichert, dass es uns allen nicht anders erging. Als die Barrafranca in unser Sonnensystem eindrang, war die Aufregung groß. Der Mars hatte vorsichtshalber sämtliche Kommunikation abgebrochen, um nicht aufzufallen und wir …“, er lächelte in sich hinein, „… wir hatten die Hosen voll.“ Jetzt lachte er herzhaft. „Ein so großes Schiff, dass sich rasend schnell auf die Erde zubewegte. Das hat allen hier Angst gemacht.
Doch sehen Sie, wie wir uns jetzt verhalten. Heute sind Sie der Verbindungsmann zwischen uns allen geworden!“ Mit diesen Worten schlug er Mike freundschaftlich auf die Schulter.
„Ich bin wirklich glücklich, dass wir diesen Weg gehen. Und vor allem, dass uns die Union seinerzeit bei Proxima Centauri b gerettet hat.“
„Vor der Konföderation“, bestätigte Hofer.
„Ja. Sie können sich nicht vorstellen, was dieser Inquisitor für ein Psychopath war.“
„Vorstellen vielleicht schon. Ich habe ja die Berichte gelesen. Aber nachvollziehen eher nicht. Weswegen hat die Konföderation überhaupt einen solchen Mann an Bord?“
Mike sah ihn ernst an. „Mazan Taisod hatte es mir einmal erklärt. Obwohl die Schiffe der Konföderation von deren Prendal geführt werden …“
„Das ist sowas wie ein Captain?“
„Ja, ähnlich wie bei Taisod. Mazan ist ja auch der Titel und ist etwa gleichbedeutend mit Captain. Jedenfalls wird ein Konföderationsschiff in der Regel von einem Prendal geführt. Aber es gibt seit Jahren eine Art politischen Führer an Bord.“
„Und das ist der Inquisitor? Kardas?“
„Ja. Besser könnte das sicher Taisod erklären.“
Wie aufs Stichwort hatte der Mazan seinen Namen offenbar gehört und gesellte sich zu Mike und Juan Hofer.
„Mir war, als ob Sie eben über mich geredet haben. Kann ich behilflich sein?“, fragte er höflich.
Hofer bestätigte kurzerhand: „Wir hatten uns gerade gefragt, wie diese Konstellation mit Inquisitor und Prendal auf einem Konföderationsschiff zustande gekommen ist. Könnten sie mir das bitte kurz erläutern?“
„Aber natürlich“, antwortete Taisod und überlegte kurz, wie er eine kurze aber möglichst konkrete Antwort geben konnte. „Im Grunde ist das eine Art Führungsdreieck, das die Konföderation durchweg benutzt. Auf Raumschiffen besteht dieses Dreieck zum einen aus dem Prendal, das ist vergleichbar mit meinem Posten und bedeutet, dass derjenige der Kommandant des Schiffs ist. Vergleichbar mit dem irdischen Captain.
Dann gibt es den Cegat. Wenn Sie so wollen, der erste Offizier. Er ist für alle Aufgaben der Mannschaft zuständig. Vor allem für die Sicherheit. Bei uns erfüllt das einerseits mein Vertreter, Premazan Oris. Aber auch mein Sicherheitschef, Mavis, übernimmt Teile der Aufgaben, die bei der Konföderation in der Hand eines Cegat liegen.
Und der Dritte im Bunde ist der Inquisitor. Er hat keine militärische Befugnis, sondern soll dafür Sorge tragen, dass sich alle an Bord und auch alle, denen Sie begegnen, entsprechend der Richtlinien der Konföderation und der Dogmen der großen Inquisition benehmen und sich fügen. Diese Institution gibt es bereits seit über tausend Jahren und ist mithin ein Grund dafür, weswegen wir mit der Konföderation im Krieg stehen. Personen wie Kardas, der Inquisitor, dem Sie begegnet sind“, er deutete auf Mike, „steht jenseits jeder Gerichtsbarkeit. So etwas öffnet menschenverachtender Willkür Tür und Tor.“
„Umso glücklicher sind wir, dass uns die Barrafranca erreichte und kein Schiff der Konföderation“, meinte Hofer einen Moment später, nachdem sich zwischen den Dreien eine unangenehme Stille ausbreitete. „Und da wir gerade von Proxima Centauri b reden. Was können Sie denn dem Forschungsausschuss über diesen Planeten berichten? Ich meine, die Blockade und dieser ungeheure Säuregehalt in der Atmosphäre …“, er ließ die restlichen Worte unausgesprochen. Mike vermutete, dass er dies absichtlich tat, um den Mazan aus der Reserve zu locken.
„Verehrter Herr Hofer, genießen Sie doch jetzt bitte diesen Augenblick. Feiern Sie mit. Proxima Centauri b ist ein Thema, das wir auf das nächste Jahr verschieben können.“
Mike stimmte ihm zu. Ohne es zu wollen, waren seine Gedanken mit einem Mal wieder dort. An Bord der Voyager, als Arthur Jones starb.

Fragment 17

Fragment 17

Der erste Kontakt

„Sie sind neu hier, nicht wahr?“, meinte Kazuko Yamato, als er den jungen Mann ansah, der ihm im großen Ratssaal in Genf gegenüber stand.
Niko Dumont nickte nur. Seine Nervosität war kaum zu übersehen und doch schafften es die meisten Mitglieder der einzelnen Territorialregierungen, die an diesem Tag in Genf versammelt waren, ihn nicht wahrzunehmen. Er hoffte, nicht aufzufallen und doch hatte er die Aufmerksamkeit dieses einen Mannes erregt.
„Seien Sie versichert, dass das hier nicht immer so zugeht“, versuchte der Präsident der Vereinigten Asiatischen Staaten ihn zu beruhigen. Der Mann legte Niko seine Hand auf die Schulter und sprach in ruhigem Ton weiter. „Heute ist ein ganz besonderer Tag. Wir sind alle aufgeregt, glauben Sie mir. Sie hätten die anderen mal sehen sollen, als die erste Meldung vom Erscheinen dieses Raumschiffs eingetroffen ist. Blanke Panik stand in den Augen vieler.“ Er kicherte, was Niko etwas auflockerte. Yamato nahm seine Hand zurück und nickte Niko freundlich zu, ehe er weitersprach.
„Niemand konnte sich vorstellen, dass ein Raumschiff tatsächlich so schnell reisen konnte und als dann die erste Nachricht eintraf, dass die Barrafranca, also dieses Schiff, unsere Crew von der Voyager umgebracht hatte, da gingen alle Alarmsirenen los.“
„Ja, ich weiß. Es war einer meiner ersten Tage hier“, stammelte Niko nervös.
Yamato schmunzelte wieder. „Was für ein fatales Missverständnis. Hätte kurz darauf nicht Captain Scott die Nachricht korrigiert, hätten wir vermutlich dieses Schiff mit allem beschossen, was wir ihnen entgegenbringen konnten.
Glücklicherweise reagierte Captain Scott sehr schnell und aus umgebracht wurde mitgebracht.
Das war natürlich eine enorme Erleichterung. Was glauben Sie, wie Präsident Al Fahras gezuckt hat? Wahrscheinlich hatte er im Gedanken schon seine Raketensilos durchgezählt.“ Jetzt lachte Kazuko Yamato und steckte Niko damit an. Es war bekannt, dass Präsident Rashid Al Farahs ein Mann der Tat war. Niko konnte sich gut vorstellen, dass der Neu-Ägyptische Präsident tatsächlich einen Schlachtplan durchging, als er diese Nachricht hörte.
„Zum Glück ist es nicht soweit gekommen“, meinte Niko daraufhin. Er war erleichtert. Präsident Yamato hatte es geschafft ihm etwas von seiner Nervosität zu nehmen. Beide Männer standen abseits von den Anderen, die sich bereits auf die Ankunft der Delegation des fremden Raumschiffs vorbereiteten. Der Saal war festlich hergerichtet worden, alle trugen feinste Anzüge und Kleider. Ein großes Buffet wurde angerichtet und ein kleines Quartett von Streichern hatte sich bereit gemacht, den Abend mit sanfter Musik zu begleiten. Niko wusste, dass für diesen Empfang zwei Violinen, eine Viola und ein Violoncello ausgewählt wurden.
„Was wird wohl die Öffentlichkeit dazu sagen?“
„Hierzu?“, fragte Yamato mit aufgesetztem Erstaunen. „Hören Sie, junger Mann. Als die ersten Meldungen die Öffentlichkeit erreichten, dass ein fremdes Raumschiff die Erde ansteuerte, und obendrein die Voyager Crew mitbringen würde, da war die Freude bei allen Menschen unbeschreiblich. Es gab sicher einige Zweifler, doch den meisten war klar, was auch immer dieses Schiff für uns bedeuten mochte“, er machte eine kurze Pause, so als ob er sich die Bedeutung des nächsten Satzes selbst in Erinnerung rufen wollte, „Wir sehen unsere Leute von der Voyager wieder. Lebend!“
Niko war der Meinung, eine Träne in den Augen des Mannes zu erkennen.
„Naja“, murmelte er, entschied sich dann aber, nichts weiter zu sagen.
Diesmal nickte Yamato nur und rieb sich anschließend kurz die Augen. „Ja, Sie haben recht. Bis auf Arthur Jones. Sein Schicksal wird sicherlich Bestandteil unserer ersten Unterhaltung mit den Außerirdischen sein.“
Niko stutzte. „Außerirdische“, wiederholte er. „Das klingt nach Science Fiction.“
„Das klingt nach der Wahrheit“, entgegnete Yamato. „Auch wenn es Menschen sind, stammt die Mannschaft der Barrafranca nicht von der Erde ab. Also sind es Außerirdische.“
„Irgendwie hätte ich erwartet, dass sie anders aussehen. Also, eben keine Menschen sind.“
„Jetzt klingen Ihre Worte aber nach Science Fiction.“ Erneut lachte Yamato und diesmal fiel Niko mit ein.
Der Moment wurde jedoch jäh unterbrochen, als hinter Dumont ein Mann das Wort mit scharfen Ton an ihn richtete.
„Halten Sie den Präsidenten nicht von seinen Aufgaben ab, Mann!“
Erschrocken zuckte Niko zusammen und wandte sich um. Vor ihm stand nun Hermann Zettler. Präsident der Nordamerikanischen Union, welche die ehemaligen Gebiete der Vereinigten Staaten und Kanada in sich vereinten.
„Entschuldigung … ich“, weiter kam Niko nicht.
Rüde fiel ihm Zettler ins Wort. „Sie brauchen hier nicht auch noch meine Zeit zu vertrödeln. In wenigen Augenblicken trifft hier die Delegation ein. Gehen Sie also auf Ihren Posten und machen Sie Ihren verdammten Job. Haben Sie mich verstanden?“
Niko nickte und versuchte sich, schnell davon zu machen.
„Halt!“, rief ihm Zettler nach und bewirkte damit, dass Niko stehen blieb und sich noch einmal zu ihm wandte.
„Wie ist Ihr Name, Bursche?“
„Dumont, Sir. Niko Dumont.“
„Sind Sie etwa mit Jaqueline Dumont verwandt?“, wollte Zettler wissen. In seiner Stimme schwang Enttäuschung mit.
Niko nickte. „Ich bin ihr Sohn.“
Zettler winkte ab. „Ist mir egal, wer Sie sind. Sorgen Sie lieber dafür, dass man Sie hier nicht umsonst bezahlt.“
Mit diesen Worten wandte sich Zettler ab und nahm Präsident Yamato mit sich. Niko sah den Asiaten noch kurz an und dessen Blick gab ihm zu verstehen, dass er sich den rauen Ton nicht zu Herzen nehmen sollte.
Als die Streicher anfingen, eine Melodie anzustimmen, Mozarts Quartett in G major, wussten alle, dass nun der Moment des ersten Kontakts zu Außerirdischen gekommen war. Niko korrigierte sich im Gedanken. Der erste Kontakt auf der Erde.
Er nahm seinen Platz ein und wartete. Eine ganze Reihe von Angestellten, Assistenten, Dienern und Gästen standen nun direkt hinter den Spalier stehenden Soldaten in Galauniform, die einen Korridor für die Delegation der Barrafranca freihielten. Dahinter versammelten sich die Gäste und versuchten, so unaufgeregt zu wirken, wie es ihre eigene Neugier zuließ.
Dann plötzlich war es soweit. Blitzlichtgewitter und aufgeregte Stimmen auf dem Foyer des Gebäudes verrieten, dass die Delegation nunmehr eingetroffen war. Niko konnte von seiner Position nicht erkennen, wie viele Menschen von der Barrafranca angekommen waren, doch das sollte sich nur einen Moment später ändern.
Zuallererst schritt ein großer Mann den Korridor entlang. Gekleidet in einer prächtigen Uniform. Anschließend folgten die drei Besatzungsmitglieder der Voyager, was ein hörbares Aufatmen in der Menge des Saales verursachte. Niko blickte kurz zu den Anführern der Territorialregierungen der Erde und erkannte, dass auch sie einen leichten Ausdruck der Erleichterung erkennen ließen. Im Anschluss folge eine Gruppe von sechs weiteren Personen, welche ähnliche Uniformen wie der Erste trugen, nur weit weniger prunkvoll.
William Hephroh, der Eurasische Staatspräsident und aktueller Vorsitzender des Rates der Territorialregierungen trat einen Schritt vor, um die Gäste zu begrüßen.
„Willkommen auf der Erde“, empfang er die Delegation. „Wir reichen ihnen die Hände in Frieden.“ Um seine Worte zu unterstützen, zeigte Hephroh seine geöffneten Handflächen nach vorne. Niko wusste, dass diese Geste Vertrauen und Offenheit symbolisieren sollte, da sie bewies, dass man selbst keine Waffe in den Händen hielt.
Der prunkvoll uniformierte Mann tat ihm die Geste gleich und antwortete dann. „Wir danken für die Ehrerbietung und bringen Ihnen als Zeichen unserer Freundschaft Ihre Mannschaft unversehrt zurück.“
Die Menge klatschte und auch Niko tat es allen anderen gleich. Der Moment war aufwühlend und derart emotional, dass selbst die Streicher kurz innehielten. Alexandra Scott, Leandra Thuis und Michael Barnetti wurden geradezu gefeiert und von allen Mitgliedern des Territorialrates mit Handschlag und angemessen distanzierter Umarmung begrüßt.
Als sich die aufgewühlte Stimmung wieder beruhigt hatte, ergriff der prächtig uniformierte Mann das Wort.
„Im Namen der Union freier Planeten nehme ich Ihr friedliches Willkommen an und hoffe, dass wir uns in aller Freundschaft auf einer Ebene der Gleichberechtigung begegnen. Mein Name ist Mazan Taisod und auch ich reiche Ihnen meine Hand in Frieden.“
Erneut gab es einen großen Applaus. Doch aus Respekt gegenüber dieses historischen Moments ebbte der Beifall rasch wieder ab, sodass die Zeremonie weitergeführt werden konnte.
„Lassen Sie mich bitte meinen Stab vorstellen, der mich heute bei diesem denkwürdigen Ereignis begleitet“, intonierte Mazan Taisod, wandte sich anschließend zur Seite und deutete einer nach dem Anderen auf die sechs Begleiter, die jeder für sich eine leichte Verbeugung andeuteten, als sie aufgerufen wurden. „Mein Stellvertreter, Premazan Teldan Oris. Atras Hydarnes, der Diplomat an Bord der Barrafranca. Oberster Investigator Tren Echnan und sein Stellvertreter Semabu Cansil. Unsere Bordärztin Djawada Neith und zu guter Letzt mein Sicherheitschef Stakah Mavis.“
Niko Dumont beobachtete, wie William Hephroh jedem Einzelnen zur Begrüßung zunickte. Er fand die Haltung des Eurasischen Präsidenten bemerkenswert majestätisch und im Gedanken stellte er sich vor, Hephroh wäre eine Art König, der zu einer Audienz geladen hatte. Er fragte sich, ob es anderen Anwesenden wohl ähnlich gehen mochte.
„Verehrter Mazan Taisod, erlauben Sie mir bitte eine Frage. Ich bin glücklich und überrascht zugleich, dass Sie unsere Sprache derart gut beherrschen. Als wir die erste Mitteilung von Ihrem Schiff erhielten, war dies jedoch noch bei Weitem nicht vergleichbar. Wie haben Sie unsere Sprache so schnell lernen können?“
Mazan Taisod lächelte verschmitzt und deutete anschließend auf Alexandra Scott. „Diese Frau hat uns unermüdlich unterrichtet“, meinte er dann und bedankte sich bei ihr mit einer leichten Verbeugung. „Und glauben Sie mir, dass Sie eine unnachgiebige Lehrerin war.“
Als sie offenbar etwas sagen wollte, bemerkte Niko, wie Michael Barnetti ihre Hand festhielt und sie daraufhin lediglich Taisods Verbeugung erwiderte.
Nun waren die Ratsmitglieder an der Reihe, sich vorzustellen.
„Als Präsident Eurasiens und derzeitiger Amtsinhaber des Ratsvorsitzes der Territorialregierungen der Erde erlaube ich mir, William Hephroh, nun meinerseits die führenden Vertreter unseres Planeten vorzustellen.“ Es klang staksig und auch etwas unbeholfen, fand Niko. Er musste sich allerdings eingestehen, dass es wohl schwierig war, die richtigen Worte zu finden, wenn man zum ersten Mal, seit Menschengedenken versuchte, mit Außerirdischen auf neuen diplomatischen Pfaden zu wandeln.
William Hephroh wandte sich seinerseits den anderen Ratsmitgliedern zu. „Pucará Callao, Staatspräsidentin des Inka-Territoriums. Rashid Al Farahs, Regierungsoberhaupt von Neu-Ägypten.“ Der hagere Mann trat bestimmt einen Schritt vor, ehe er sich verbeugte. Danach schritt er wieder zurück. „Hermann Zettler. Präsident der Nordamerikanischen Union. Kazuko Yamato, Präsident der Vereinigten Asiatischen Staaten und James R. Young, der Präsident der Australischen Union. Zudem möchte ich Ihnen gerne Juan Hofer vorstellen. Den Vorsitzenden der World Space Administration und damit Vorgesetzter unserer drei Astronauten, deren Leben Sie gerettet haben.“
Hofer trat lächelnd vor und reichte Taisod die Hand. „Ich möchte mich bei Ihnen für diese große Tat bedanken.“
Taisod schien zu bemerken, dass Hofer gerade gegen die Etikette verstieß, denn Niko konnte beobachten, wie er Hephroh mit einem fragenden Blick bedachte. Als dieser jedoch seine Zustimmung signalisierte, ergriff Taisod die ausgestreckte Hand Hofers und versicherte ihm, dass er und seine Mannschaft nur ihre Pflicht gegenüber einem in Not geratenen Schiff mit Menschen an Bord erfüllt hätten.
Erneut ergriff Applaus alle Anwesenden und Niko schien es, als wäre das erste Eis durch diese Geste gebrochen worden.
Die Hände wurden gegenseitig in Freundschaft gereicht. Ihn durchfuhr ein erleichterndes Gefühl der Entspannung und er war sich sicher, dass er eben Zeuge des entscheidenden Momentes einer langen Periode des Friedens wurde.

A-Files 1

In der Welt der Amazonen

Die nächste Veröffentlichung steht bevor. Im Sommer 2019 wird im Talawah Verlag die Anthologie "The A-Files: Die Amazonen Akten" erscheinen, in der unser Autor Peter R. Krüger mit einer spannenden Kurzgeschichte vertreten sein wird. "Willkommen im Paradies" wird die Leser auf eine Reise zu einer fremden Welt mitnehmen. Peter hatte die Idee zu dieser nicht ganz typischen Amazonengeschichte, als er sich darüber Gedanken machte, wie man die, doch eher der Fantasy zuzuordnenden Gattung der Amazonen, in die Science Fiction einbinden kann und erschuf sogleich einen ganzen Planeten, der ausschließlich von diesen wundervollen Wesen bewohnt wird. Doch halt, wenn nur Amazonen auf dem Planeten wohnen, fehlt da nicht irgendwas? Ja, jemand, der dort unbedingt hin will. Ein Mann natürlich. Jemand, der alles daran setzt, dem Joch seiner Welt zu entkommen und in die wunderbare Welt der Amazonen fliehen möchte. Immerhin arbeitet er seit Jahren hart dafür, sich diese teure Reise endlich leisten zu können. Nun endlich scheint sein Traum in greifbare Nähe zu rücken. Vielmehr sei an dieser Stelle nicht verraten, außer, dass man sich seine Wünsche genau überlegen sollte. Der voraussichtliche Veröffentlichungstermin wird im Juni 2019 sein.

A-Files Cover
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Lesung in Darmstadt

Im Dezember 2018 war ich zu Gast beim Science-Fiction-Stammtisch Darmstadt und gab einige Auszüge aus Kolonie 85 – Der Aufbruch zum Besten. Mit mehr als 30 Besuchern war die Lesung wirklich gut besucht, ich würde sagen, der Heimvorteil hat was gebracht .

Neben ganz vielen und schönen Gesprächen durfte ich auch noch einige Bücher signieren. Interessanterweise kamen einige Leser zu mir und meinten Anspielungen zu uns inspirierenden Serien und Filmen gefunden zu haben … Nun, wir haben hier und da sicher einen kleinen Gag eingebaut, aber nicht alles was „gefunden“ wurde, war bewusst von uns geschrieben worden. Aber für mich war es sehr unterhaltsam, dass andere Dinge gefunden haben, die ich noch gar nicht verloren hatte :-D.

An dieser Stelle nochmal ein Herzliches Dankeschön an Birgit Fischer, Thorsten Reinhardt und Roger Murmann als Orga des Science-Fiction-Stammtisch Darmstadt für die Einladung.

Weitere Infos zum Stammtisch gibt es auf www.sftd-online.de, auf Facebook und Twitter.

Fotos: Timo Christiansen

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phsntastika

Rückblick Phantastika 2018

Noch vor der Veröffentlichung von Kolonie 85: Der Aufbruch, konnte ich die erste Lesung während der Phantastika am 21.10.2018 in Berlin halten. Das war ganz schön aufregend. Interessierte Zuhörer, von denen dann im Laufe der Lesung mehr dazukamen, als gingen, zeigen mir, dass unsere Geschichte funktioniert. Ein gutes Gefühl.
Die Belohnung folgte schließlich in Form eines herzlichen Applauses, der wirklich ergreifend war.
Moderiert von Björn Sülter (autor von "Es lebe Star Trek") war die Gelegenheit, unser Buch das erste Mal einem Publikum vorzustellen, ein grandioses Ereignis für mich als Autor und so, wie mir von einigen Zuhörern versichert wurde, ein interessanter Einblick in Kolonie 85.

Einige angeregte Gespräche folgten dann noch der Lesung, so dass festgehalten werden kann, dass die Phantastika 2018 in Berlin insgesamt ein guter Stratschuss für unser Buch war.

Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es auf der Webseite der Phantastika.

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